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Fortbildung zu Systemischer Therapie

Am 2.2.2023 berichtete Kerstin Klappstein, Systemische Paartherapeutin / Familientherapeutin, in einer Fortbildung über Fälle aus der Praxis: "Das pralle Leben - Systemisches Arbeiten im Mehrpersonensetting!"


Ein paar Aspekte aus der Fortbildung zu Systemischer Therapie:

  • "Der Mensch wird erst am Du zum Ich". Virginia Satir sei ein hervorragendes Beispiel für das Gegenteil einer abstinenten Haltung: Nämlich eine lebhafte wechselseitige Beziehung anzubieten im Kontakt mit Klient*innen. Ein Standard, um die Interaktionen darzustellen und zu beschreiben: Das Genogramm.

  • Das ganze System ändere sich durch Interventionen, deswegen müsse man nicht immer mit dem "Symptomträger" arbeiten.

  • Es sei sehr wichtig, den Kontext des Verhaltens und Erlebens zu betrachten. Minuchin sah sich wie ein Ethnologe, der in jeder Familie neu die Lebensweise von Menschen erforschte.

  • Perspektivwechsel: Das gelinge gut durch zirkuläre Fragen. Beispiel: "Max, was denkst du, wird dein Vater sagen, wenn er heraus findet, dass du das geklaut hast?"

  • Reframing: Etwas Gewohntes ganz anders betrachten. Bei einem bislang als problematisch bewerteten Verhalten kann die positive Absicht herausgearbeitet werden. Beispiel: Der Klassenclown verhält sich nicht so, um zu stören, sondern weil er die andern unterhalten will.

  • Lösungsorientierung: Radikal habe das Steve de Shazer getan, der noch nicht einmal wissen wollte, was das Problem seiner Klient*innen ist. Von ihm stammt die Wunderfrage: „Stell Dir vor, heute Nacht, während du schläfst, geschieht ein Wunder, und das Problem, das Dich gerade beschäftigt, ist verschwunden. Woran würdest Du das merken?

  • Eine konstruktivistische Haltung zeige sich auch durch die narrative Therapie: Das (Neu-)Erzählen der eigenen Geschichte, um dem Leben einen neuen Sinnaspekt zu geben. Vgl.

  • Reflecting Team: Ursprünglich von Selvini-Palazzoli und Kolleg*innen entwickelt. Die Dozentin erklärt, sie nutze diese Methode mit Eltern, die über das Verhalten ihrer Kinder reflektieren.



„Das größte Geschenk, das ich geben kann, ist, den anderen zu sehen, zu hören, zu verstehen und zu berühren. Wenn dies geschieht, entsteht Beziehung.“

-Virginia Satir


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