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Körperliche Aktivität wie das Laufen als zusätzliche Maßnahme bei psychischen Störungen

Seit einiger Zeit trendet auf Social Media der Hashtag #runningformentalhealth.


Regelmäßig Laufen oder andere Formen der körperlichen Aktivität werden auch in wissenschaftlichen Leitlinien als ergänzende Maßnahmen empfohlen.


Moritz Petzold forscht an der Berliner Charité über die Wirksamkeit von Laufen bei psychischen Störungen. Er plädiert dafür, dass es nicht nur in Großstädten wie Berlin vereinzelt Lauf-Angebote für Menschen mit psychischen Problemen gibt. Das Münchener Bündnis für Depression bietet eine solche Laufgruppe an: Gemeinsames Laufen für Menschen mit Depression, Freunde und Angehörige. Die Gruppe findet jeden Montag statt um 18:30 Uhr - tatsächlich jeden Montag, egal wie das Wetter ist und auch an Feiertagen.


Mittlerweile gibt es mehrere Studien, die sich der Frage widmen, wie sich körperliche Aktivität zum Beispiel auf Depression auswirkt. Can physical exercise modulate cortisol level in subjects with depression? A systematic review and meta-analysis. Etwas vereinfacht schrieb dir Ärztezeitung: Sport hilft so gut wie Antidepressiva.


Auch die Berliner Psychotherapeutin Marieta Erkelens läuft mit depressiven Patient*innen, wie der SPIEGEL berichtet.


In der ZEIT berichtet Paul Schmidt-Hellinger, Arzt in der Abteilung Sportmedizin an der Charité in Berlin und Verbandsarzt beim Deutschen Leichtathletikverband, dass die meisten Läufer*innen zu schnell unterwegs seien:


"Ein gutes Training aber basiert auf einer guten Grundlagenausdauer und auf einem guten Muskelbandapparat, der an die Belastung gewöhnt ist"

Er empfiehlt für das Training ein gemächliches Tempo: "Das heißt, man sollte während des Laufes noch mit jemandem telefonieren können". Und in Bezug auf die Häufigkeit nennt er die Angaben der Weltgesundheitsorganisation:


"Wenn Laufen der einzige Sport ist, den jemand ausübt, liegt die WHO-Gesundheitsempfehlung bei 150 bis 300 Minuten pro Woche Laufen im Grundlagenausdauerbereich"

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