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Krankheit als Metapher

Wenn Menschen unter wiederkehrenden Migräne-Attacken leiden und viele Therapiemaßnahmen nicht die gewünscht Linderung zeigen, wird ihnen schnell eine psychische Ursache zugeschrieben: Unterdrückte (negative) Gefühle seien für die Kopfschmerzen verantwortlich.


Deutungen wie diese stammen aus der Psychosomatik. Krankheit als Metapher ist der Titel eines berühmten Essays von Susan Sontag aus dem Jahr 1978. Darin befasst sich die Autorin mit der psychosozialen Behandlung insbesondere von Krebs:


Menschen mit einer Krebserkrankung werde die Schuld für die Erkrankung letztlich selbst gegeben, weil sie ihre Gefühle nicht ausdrücken und ausleben können. Susan Sontag zeigt, dass die Verwendung von Bildsprache zu sprachlichem Missbrauch führt.


Diesen Missbrauchs kann man auch im Buch von Rüdiger Dahlke "Krankheit als Weg" erkennen. In einer Buchbesprechung der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) heißt es: "Ein übles Machwerk abseits aller Menschlichkeit"


Aufgabe von evidenzbasierten Leitlinien ist es, den Mythen um Erkrankungen und ihre Therapie gesicherte Erkenntnisse entgegen zu bringen. Die höchste Güteklasse von Leitlinien trägt die Abkürzung S3. Immerhin gibt es eine S1-Leitlinie für die Therapie der Migräneattacke und

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