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Legalisierung von Cannabis: Der größte Widerspruch


Nicht wenige meiner Patient*innen zeigen einen schädlichen Gebrauch (F12.1 ICD-10) von Substanzen wie Alkohol oder Cannabis. Ein Kriterium des schädlichen Gebrauchs ist, ist der Nachweis, dass der Substanzgebrauch verantwortlich ist "für die körperlichen oder psychischen Schäden, einschließlich der eingeschränkten Urteilsfähigkeit oder des gestörten Verhaltens, das zu Behinderung oder zu negativen Konsequenzen in den zwischenmenschlichen Beziehungen führen kann". Seit einigen Jahren nutze ich das CANDIS-Programm in meiner Psychotherapiepraxis als modulare Therapie von Cannabisstörungen. Speziell für die Gruppentherapie empfehlenswert: CAN Stop. Auch im MHFA Ersthelfer-Kurs lernen Teilnehmer*innen Wissen und praktische Fertigkeiten kennen im Umgang mit Substanzstörungen wie Alkoholabhängigkeit.


Bei Hart aber Fair ging es am 23.01.2023 um Alkohol und Cannabis, speziell wegen der geplanten Legalisierung von Cannabis. Eingeladen zur Diskussion war auch meine Kollegin, die Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche Sabine Ahrens-Eipper. Ein Artikel der FAZ nennt den größten Widerspruch beim Gesetzesvorhaben:


Menschen sind mit 18 Jahren volljährig, das Gehirn ist es aber erst mit ca. 25 Jahren, wenn man das so sagen möchte - ab diesem Alter führt Cannabis in der Regel zu weniger gravierenden Gesundheitsschäden. Wir müssten deswegen hoffen, dass junge Menschen mit ihrem noch nicht ausreichend reifen Gehirn trotzdem die Einsicht haben, wie schädlich das Kiffen ist.

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